Scanner
Beitrag vom 27.02.2026 – Patrick Dehmlein
Bevor Moving Heads ihren Siegeszug angetreten haben, waren Scanner eine sehr weit verbreitete Möglichkeit, bewegtes Licht zu erzeugen. Im Gegensatz zum Moving Head bewegt sich bei einem Scanner nicht der gesamte Kopf – stattdessen wird der Lichtstrahl über einen motorisierten Spiegel abgelenkt. Heute sieht man Scanner nur noch selten auf Veranstaltungen, dennoch gibt es bestimmte Anwendungsfälle, in denen sie weiterhin sinnvoll sein können.
Scanner
Für den Betrieb eines Scanners gelten technisch dieselben Grundlagen wie bei Moving Heads: Man unterscheidet stromführende Leitungen (230 V oder 400 V) sowie Datenleitungen wie DMX oder Netzwerkprotokolle (Art-Net, Dante, sACN, Videoübertragungen). Diese sorgen dafür, dass der Scanner zuverlässig angesteuert werden kann.
Grundsätzlicher Aufbau
Ein Scanner besteht aus einem kompakten Gehäuse (Body), in dem hinten die Lichtquelle sitzt.
Vor der Lichtquelle befinden sich – ähnlich wie bei Moving Heads – Effekte wie Goboräder, ein Farbrad oder zusätzliche Module wie Prisma, Shutter oder Fokus.
Der wesentliche Unterschied ist der Spiegel am vorderen Ende:
Dieser wird über einen Motor bewegt und lenkt den Lichtstrahl in die gewünschte Richtung.
Dadurch müssen weder der Body noch größere Komponenten bewegt werden, was den Aufbau sehr leicht und kompakt macht.
Steuerung
Scanner werden wie Moving Heads überwiegend über DMX gesteuert. Zusätzlich bieten viele Modelle einfache Automatikprogramme oder Sound-to-Light-Steuerungen, was sie gerade für kleinere private Veranstaltungen attraktiv macht.
Einsatzbereiche
Grundsätzlich können Scanner in fast allen Bereichen eingesetzt werden, in denen auch Moving Heads zum Einsatz kommen.
Ein Nachteil ist jedoch der eingeschränkte Arbeitsbereich des Spiegels:
Die Beweglichkeit ist deutlich geringer als bei einem Moving Head, bei dem der ganze Kopf über PAN und TILT bewegt wird.
Ein großer Vorteil ist der kompakte Aufbau.
Scanner lassen sich leichter in Raumecken oder an kleinen Stativen positionieren und sind oft deutlich leichter als Moving Heads.
Dadurch eignen sie sich gut für kleine Feiern, mobile DJs oder Installationen, bei denen wenig Platz vorhanden ist.