Ideen für dein nächstes Event

Beitrag vom 21.06.2026 - Patrick Dehmlein

Ideen für dein Event

Bei der Planung einer Veranstaltung stehen meistens zuerst die großen Themen im Mittelpunkt: Location, Catering, Technik, Musik, Personal und Ablauf.

Irgendwann stellt sich jedoch auch die Frage: Was können wir unseren Gästen zusätzlich bieten?

Dabei muss es nicht immer die große Bühnenshow sein. Oft reicht bereits ein gut gewählter Programmpunkt, der zur Veranstaltung, zur Zielgruppe und zum übrigen Ablauf passt.

Manche Angebote funktionieren als gemeinsamer Höhepunkt auf der Bühne. Andere begleiten die Gäste über mehrere Stunden, schaffen Gesprächsanlässe oder sorgen beinahe nebenbei für Unterhaltung.

Was soll der Programmpunkt bewirken?

Bevor Künstler oder Aktionen angefragt werden, sollte zunächst geklärt werden, welche Wirkung überhaupt erreicht werden soll.

Ein zusätzlicher Programmpunkt kann beispielsweise:

  • einen gemeinsamen Höhepunkt schaffen
  • die Gäste aktiv einbeziehen
  • Warte- oder Pausenzeiten überbrücken
  • Gespräche zwischen Gästen fördern
  • eine bestimmte Atmosphäre unterstützen
  • eine persönliche Erinnerung schaffen
  • Material für Fotos und soziale Netzwerke liefern
  • den Übergang zwischen verschiedenen Veranstaltungsphasen gestalten

Nicht jede gute Idee passt automatisch zu jeder Veranstaltung. Ein auffälliger Showact kann bei einer Gala hervorragend funktionieren, bei einem ruhigen Fachabend aber unpassend wirken.

Ebenso kann eine interaktive Mitmachstation bei einem Sommerfest viel Aufmerksamkeit erhalten, während sie bei einem eng getakteten Vortragsprogramm kaum genutzt wird.

Wichtige Fragen vor der Auswahl

Bevor eine Idee gebucht wird, sollten einige grundlegende Fragen beantwortet werden:

  • Welche Alters- und Zielgruppen sind anwesend?
  • Sollen alle Gäste gemeinsam zuschauen oder freiwillig teilnehmen?
  • Wie viel Zeit steht zur Verfügung?
  • Wie viele Personen können das Angebot gleichzeitig nutzen?
  • Welche Fläche wird benötigt?
  • Wird eine Bühne oder eine abgesperrte Aktionsfläche gebraucht?
  • Welche Ton-, Licht- oder Videotechnik ist erforderlich?
  • Entstehen Wartezeiten oder Warteschlangen?
  • Gibt es besondere Sicherheits- oder Brandschutzanforderungen?
  • Ist das Angebot bei schlechtem Wetter weiterhin möglich?
  • Wie fügt es sich in Catering und Programm ein?

Gerade die mögliche Kapazität wird häufig unterschätzt. Eine Aktion kann auf den ersten Blick sehr attraktiv wirken, aber nur einen kleinen Teil der Gäste tatsächlich erreichen.

Shows und gemeinsame Programmhöhepunkte

Showbarkeeping: Wenn die Bar selbst zur Show wird

Beim Showbarkeeping werden Cocktails nicht einfach nur zubereitet. Flaschen, Shaker, Eiswürfel und Gläser werden Teil einer choreografierten Darbietung.

Das kann als fester Programmpunkt stattfinden oder über einen längeren Zeitraum direkt an der Bar angeboten werden.

Der Vorteil: Die Unterhaltung besitzt gleichzeitig einen praktischen Nutzen. Die Gäste sehen eine Show und erhalten anschließend ein frisch zubereitetes Getränk.

Showbarkeeping passt besonders gut zu:

  • Firmenfeiern
  • Sommerfesten
  • Hochzeiten
  • Galas
  • Abendveranstaltungen

Das Konzept sollte zum restlichen Getränkeangebot passen. Eine aufwendige Cocktailshow wirkt wenig stimmig, wenn anschließend keine entsprechenden Getränke angeboten werden.

Sinnvoll ist außerdem eine attraktive Auswahl alkoholfreier Cocktails. Dadurch kann ein größerer Teil der Gäste das Angebot nutzen.

Werden bei der Darbietung Flammen oder andere feuergefährliche Effekte verwendet, müssen diese gesondert geplant und abgestimmt werden.

Zauberer und Mentalisten

Zauberkunst kann auf sehr unterschiedliche Weise in eine Veranstaltung eingebunden werden.

Möglich ist eine klassische Bühnenshow, bei der alle Gäste gemeinsam zuschauen.

Bei größeren Veranstaltungen benötigt der Künstler dafür:

  • eine ausreichend große Spielfläche
  • gute Sichtverhältnisse
  • passende Beleuchtung
  • eine zuverlässige Beschallung
  • gegebenenfalls eine Kameraübertragung für Details

Eine andere Möglichkeit ist Close-up-Zauberei. Dabei bewegt sich der Künstler zwischen den Gästen, geht von Tisch zu Tisch oder spricht kleine Gruppen direkt an.

Dieses Format funktioniert besonders gut:

  • während eines Empfangs
  • zwischen einzelnen Gängen
  • in längeren Pausen
  • bei offenen Networking-Formaten

Mentalisten arbeiten stärker mit Wahrnehmung, Entscheidungen und der Einbindung einzelner Gäste.

Dabei sollte darauf geachtet werden, dass niemand unfreiwillig bloßgestellt oder zu einer Teilnahme gedrängt wird.

Comedians und Improvisationstheater

Ein Comedian kann als klassischer Bühnenprogrammpunkt eingeplant werden.

Das funktioniert besonders gut, wenn ohnehin ein gemeinsamer Programmbeginn und die Aufmerksamkeit aller Gäste vorgesehen sind.

Entscheidend ist die Auswahl des Künstlers. Humor wird sehr unterschiedlich wahrgenommen.

Ein Programm, das auf einer öffentlichen Comedy-Bühne funktioniert, passt nicht automatisch zu:

  • einer Firmenfeier
  • einem Vereinsjubiläum
  • einer Hochzeit
  • einer Familienveranstaltung

Eine interessante Alternative ist Improvisationstheater. Dabei entstehen Szenen aus Begriffen, Situationen oder Vorschlägen des Publikums.

Auch Inhalte aus einem Unternehmen, einem Verein oder der Veranstaltung können aufgenommen werden.

Interne Anspielungen sollten jedoch vorher abgestimmt werden. Sie müssen für die Gäste verständlich bleiben und dürfen einzelne Personen nicht unangenehm vorführen.

Feuershows

Eine Feuershow kann einen eindrucksvollen Höhepunkt oder Abschluss der Veranstaltung bilden.

Besonders in dunkler Umgebung entsteht durch Flammen, Musik und eine passende Choreografie eine starke visuelle Wirkung.

Eine Feuershow benötigt jedoch eine sorgfältige und frühzeitige Planung.

Zu berücksichtigen sind unter anderem:

  • geeignete und ausreichend große Aktionsfläche
  • Sicherheitsabstände zu Publikum und Ausstattung
  • nicht brennbarer beziehungsweise geeigneter Untergrund
  • Abstände zu Gebäuden, Dächern, Bäumen und Dekorationen
  • Wind und andere Wetterbedingungen
  • Rauch- und Brandmeldeanlagen
  • geeignete Löschmittel
  • mögliche Brandposten oder Brandsicherheitswachen
  • Zustimmung des Betreibers und notwendige behördliche Abstimmungen

Der Auftritt sollte vorab unter den tatsächlichen Bedingungen geprobt werden.

Eine Außenfläche bedeutet nicht automatisch, dass eine Feuershow ohne weitere Abstimmung stattfinden darf.

Auch im Freien müssen Wind, trockene Vegetation, benachbarte Flächen und örtliche Vorgaben berücksichtigt werden.

Eine eigene Licht- oder Multimediashow

Auch die vorhandene Veranstaltungstechnik kann selbst zum Programmpunkt werden.

Eine Lichtshow lässt sich passend zu einem Musikstück programmieren. Sie eignet sich beispielsweise für:

  • eine Eröffnung
  • einen Einmarsch
  • eine Produktpräsentation
  • eine Ehrung
  • einen festen Abschluss

Mit Projektionen, Videoeinspielungen, Musik und Toneffekten kann daraus eine kleine Multimediashow entstehen.

Der Vorteil: Technik, die für die Veranstaltung teilweise ohnehin vorhanden ist, erhält einen zusätzlichen Nutzen.

Eine gute Show benötigt jedoch:

  • ein klares dramaturgisches Konzept
  • geeignete Musik und geklärte Nutzungsrechte
  • Programmierung und Proben
  • einen definierten Startpunkt
  • eine auf den Raum abgestimmte Wirkung

Verschiedene Effekte gleichzeitig einzuschalten, ergibt noch keinen überzeugenden Programmpunkt.

Unterhaltung direkt zwischen den Gästen

Porträt- und Karikaturzeichner

Ein Zeichner sorgt nicht nur für Unterhaltung, sondern gibt den Gästen gleichzeitig eine persönliche Erinnerung mit nach Hause.

Angeboten werden können:

  • humorvolle Karikaturen
  • realistische Porträts
  • schnelle Skizzen
  • digitale Zeichnungen
  • gebrandete Motive für Firmenveranstaltungen

Bei digitalen Varianten kann die Entstehung teilweise auf einem Bildschirm gezeigt werden.

Das macht die Aktion auch für wartende Gäste interessant.

Wichtig ist die mögliche Anzahl der Zeichnungen pro Stunde.

Bei einer großen Veranstaltung kann sonst schnell eine lange Warteschlange entstehen.

Mögliche Lösungen sind:

  • mehrere Zeichner einsetzen
  • feste Zeitfenster vergeben
  • eine Warteliste führen
  • nur einen bestimmten Veranstaltungsabschnitt abdecken

Comedy-Kellner und versteckte Darsteller

Beim Begriff Clown denken viele zunächst an rote Nasen, große Schuhe und ein klassisches Kinderprogramm.

Moderne Comedy-Darsteller können jedoch ganz anders auftreten.

Sie mischen sich beispielsweise als vermeintliche:

  • Kellner
  • Hausmeister
  • Sicherheitsmitarbeiter
  • Servicetechniker
  • Gäste

unter die Besucher.

Erst nach und nach wird deutlich, dass die Person Teil des Programms ist.

Daraus können humorvolle Situationen entstehen, ohne dass eine eigene Bühne notwendig ist.

Das Konzept muss sorgfältig mit Veranstalter, Catering, Security und tatsächlichem Personal abgestimmt werden.

Andernfalls besteht die Gefahr, dass Mitarbeiter eingreifen, Missverständnisse entstehen oder Gäste sich unwohl fühlen.

Der Humor darf außerdem nicht auf Kosten einzelner Besucher gehen.

Cosplay und bekannte Figuren

Cosplay eignet sich nicht nur für Conventions.

Auch bei Themenveranstaltungen, Familienfesten, Eröffnungen, Vereinsveranstaltungen oder Events für ein jüngeres Publikum können aufwendig gestaltete Figuren gut funktionieren.

Die Darsteller können:

  • eine kurze Show präsentieren
  • Gäste begrüßen
  • als Fotomotiv zur Verfügung stehen
  • sich als Walking Act durch die Veranstaltung bewegen
  • kleine Szenen oder Interaktionen spielen

Besonders wichtig sind:

  • hochwertige und gepflegte Kostüme
  • ausreichende Bewegungsfreiheit
  • gute Sicht und sichere Laufwege für die Darsteller
  • Rückzugs- und Umkleidemöglichkeiten
  • Pausen bei schweren oder warmen Kostümen

Bei der kommerziellen Verwendung bekannter Figuren, Namen und Logos sollten außerdem mögliche Urheber-, Marken- und Lizenzrechte geklärt werden.

Cosplay-Darsteller als Programmpunkt auf einer Veranstaltung

Walking Acts und lebende Figuren

Walking Acts benötigen meistens keine klassische Bühne. Die Künstler bewegen sich frei durch die Veranstaltung und treten direkt mit den Gästen in Kontakt.

Denkbar sind beispielsweise:

  • Stelzenläufer
  • historische Figuren
  • Fantasiegestalten
  • Roboter
  • Pantomimen
  • lebende Statuen

Besonders bei Empfängen, Stadtfesten, Themenveranstaltungen und größeren Außenveranstaltungen können solche Figuren die gesamte Umgebung aufwerten.

Walking Acts funktionieren außerdem gut als Fotomotiv. Dadurch entsteht nicht nur ein kurzer Auftritt, sondern eine Aktion, die von den Gästen selbst weitergetragen wird.

Bei Stelzenläufern und großen Kostümen müssen Durchgangshöhen, Bodenbeschaffenheit, Treppen und Besucherandrang berücksichtigt werden.

Live-Musik in kleiner Besetzung

Live-Musik muss nicht automatisch eine vollständige Band bedeuten.

Bereits folgende Besetzungen können eine besondere Atmosphäre schaffen:

  • Sänger mit Gitarre
  • Klavierduo
  • Saxophonist
  • Streichduo
  • kleine akustische Besetzung

Die Musiker können:

  • einen Empfang begleiten
  • während des Essens spielen
  • Programmpunkte musikalisch verbinden
  • einen ruhigen oder emotionalen Akzent setzen

Auch eine Kombination aus DJ und Live-Musiker ist möglich. Ein Saxophonist, Percussionist oder Sänger kann ausgewählte Titel live begleiten.

Musiker und DJ sollten vorher klären:

  • welche Titel gemeinsam gespielt werden
  • welche Tonart und Version verwendet wird
  • welche Technik vorhanden ist
  • wie der Monitorweg gelöst wird
  • wie laut die Live-Begleitung sein soll

Interaktive Angebote und Mitmachaktionen

Quiz und eigene Gameshow

Ein Quiz ist vergleichsweise einfach umzusetzen und lässt sich sehr gut an die jeweilige Veranstaltung anpassen.

Die Fragen können sich beziehen auf:

  • Allgemeinwissen
  • Musik und Filme
  • die Region
  • einen Verein
  • das Unternehmen
  • die Geschichte der Veranstaltung

Möglich sind Einzelspieler, Tischgruppen oder mehrere Teams auf der Bühne.

Mit Moderator, Musik, Videoeinspielern und Buzzern kann aus einem einfachen Quiz eine kleine Gameshow werden.

Gute Fragen sollten:

  • unterschiedliche Schwierigkeitsgrade besitzen
  • für einen großen Teil der Gäste lösbar sein
  • Gespräche und Teamarbeit fördern
  • nicht unnötig bloßstellen
  • klar und eindeutig formuliert sein

Mehrere kurze Runden funktionieren häufig besser als ein sehr langes Quiz.

Die klassische Fotobox

Eine Fotobox gehört inzwischen zu vielen Hochzeiten, Firmenfeiern, Geburtstagen und Vereinsveranstaltungen.

Das Prinzip ist einfach: Die Gäste stellen sich vor die Kamera, wählen Requisiten aus und lösen das Bild selbst aus.

Je nach System können die Bilder:

  • direkt gedruckt
  • digital verschickt
  • über einen QR-Code abgerufen
  • später in einer Onlinegalerie bereitgestellt

werden.

Die Fotobox benötigt keinen festen Zeitpunkt im Programm. Gäste können sie über mehrere Stunden selbstständig nutzen.

Trotzdem sollte sie nicht in einer schlecht sichtbaren Ecke stehen.

Ein guter Standort bietet:

  • ausreichend Platz für kleine Gruppen
  • keine Behinderung wichtiger Laufwege
  • einen geeigneten Hintergrund
  • kontrollierbare Lichtverhältnisse
  • eine Stromversorgung ohne Stolperstellen

Bei digitalem Versand und Onlinegalerien sollten außerdem Datenschutz, Zugriffsrechte und Löschmöglichkeiten vorab geklärt werden.

360-Grad-Videobox und Slow-Motion-Aufnahmen

Eine modernere Variante der Fotobox ist eine 360-Grad-Videobox.

Die Gäste stehen auf einer Plattform, während sich eine Kamera um sie herum bewegt.

Daraus entstehen kurze Videos, die mit Zeitlupe, Musik oder grafischen Elementen ergänzt werden können.

Das Format eignet sich besonders für Veranstaltungen, bei denen Inhalte später in sozialen Netzwerken geteilt werden sollen.

Die Anlage benötigt jedoch:

  • ausreichend freie Fläche
  • eine kontrollierte Zu- und Abgangsrichtung
  • einen ebenen und festen Untergrund
  • Betreuung während des Betriebs
  • Abstand zu anderen Gästen und Gegenständen

Lange Kleidungsstücke, lose Accessoires und zu viele Personen auf der Plattform können den sicheren Betrieb beeinträchtigen.

Casino-Abend ohne echtes Geld

Spieltische für Roulette, Poker oder Black Jack können einer Veranstaltung ein eigenes Thema geben.

Für einen reinen Unterhaltungsabend sollte mit nicht einlösbaren Spielchips oder rein symbolischen Punkten gespielt werden.

Auf echte Geld- oder Spieleinsätze und wertvolle Gewinne sollte verzichtet werden, sofern nicht vorher geprüft wurde, ob dadurch glücksspielrechtliche Anforderungen entstehen.

Der Vorteil eines Spielcasino-Mottos: Die Gäste werden selbst aktiv und kommen an den Tischen meist schnell miteinander ins Gespräch.

Das Format passt besonders zu:

  • Abendveranstaltungen
  • Galas
  • Weihnachtsfeiern
  • Mottoveranstaltungen
  • Networking-Events

Wichtig sind verständliche Regeln und geschulte Personen, die die Spiele erklären und betreuen.

Mobiles Escape Game und Rätselstationen

Escape Games müssen nicht zwingend in einem fest eingebauten Raum stattfinden.

Es gibt mobile Varianten mit:

  • Kisten
  • Schlössern
  • Hinweisen
  • technischen Elementen
  • aufeinander aufbauenden Aufgaben

Die Gäste können in kleinen Teams gegeneinander antreten oder gemeinsam eine größere Aufgabe lösen.

Eine einfachere Alternative ist eine Rätselrallye durch die Location oder über das Veranstaltungsgelände.

Die Aufgaben lassen sich an:

  • ein Unternehmen
  • einen Verein
  • eine Region
  • ein Veranstaltungsmotto

anpassen.

Dieses Format benötigt ausreichend Zeit und eignet sich besonders für Veranstaltungen, bei denen die Gäste nicht durchgehend einem festen Bühnenprogramm folgen müssen.

Mitmachstationen und kleine Workshops

Nicht jeder Gast möchte nur zuschauen. Mitmachstationen geben Besuchern die Möglichkeit, selbst etwas auszuprobieren.

Denkbar sind beispielsweise:

  • Cocktail- oder Barista-Workshops
  • Graffiti- und Kreativstationen
  • Gestaltung kleiner Dekorationen
  • Jonglage und einfache Zirkustechniken
  • Instrumente zum Ausprobieren
  • kleine Tanzkurse
  • gemeinsame Kunstwerke oder Fotowände

Solche Stationen funktionieren gut, wenn Gäste über einen längeren Zeitraum kommen und gehen oder selbst über ihre Teilnahme entscheiden können.

Bei einem sehr eng getakteten Programm werden sie dagegen häufig nur wenig genutzt.

Showkochen und besondere Genussstationen

Auch Essen und Getränke können Teil der Unterhaltung werden.

Beim Showkochen werden Speisen sichtbar vor den Gästen zubereitet.

Denkbar sind:

  • Grillstationen
  • frische Pasta
  • Desserts
  • regionale Spezialitäten
  • Kaffee- und Barista-Stationen
  • Schokoladen- oder Verkostungsangebote

Das ist weniger eine klassische Bühnenshow und mehr ein Erlebnis, das sich in den normalen Ablauf integrieren lässt.

Bei Koch- und Flambierstationen müssen Hygiene, Brandschutz, Lüftung und Laufwege mit Location und Catering abgestimmt werden.

Silent Disco und Kopfhörerformate

Bei einer Silent Disco hören die Gäste Musik über Funkkopfhörer.

Häufig können mehrere Musikkanäle angeboten werden. Die Gäste entscheiden dann selbst, welchen DJ oder welche Musikrichtung sie hören möchten.

Das sorgt für eine ungewöhnliche Situation: Auf derselben Tanzfläche bewegen sich Gäste zu unterschiedlichen Titeln.

Eine Silent Disco kann interessant sein, wenn verschiedene Musikgeschmäcker zusammengebracht werden sollen oder die Außenwirkung der Beschallung reduziert werden muss.

Sie benötigt jedoch:

  • ausreichend viele geladene Kopfhörer
  • eine organisierte Ausgabe und Rücknahme
  • Reinigung beziehungsweise hygienische Aufbereitung
  • Kontrolle möglicher Schäden und Verluste
  • eine Einweisung der Gäste
  • eine technische Betreuung

Auch mit Kopfhörern müssen Lautstärke und Nutzungsdauer sinnvoll begrenzt werden.

Kinderprogramm und Familienangebote

Bei Familienfesten, Vereinsveranstaltungen und Sommerfesten sollte auch das Angebot für Kinder berücksichtigt werden.

Neben Hüpfburg und Kinderschminken gibt es viele weitere Möglichkeiten:

  • Ballonkünstler
  • Zaubershows für Kinder
  • Mitmachzirkus
  • Bastel- und Kreativstationen
  • kleine Olympiaden
  • Seifenblasenkünstler
  • Puppentheater
  • kindgerechte Rätselrallyes

Ein gutes Kinderprogramm kommt nicht nur den Kindern zugute. Auch Eltern können die Veranstaltung entspannter besuchen.

Dabei muss jedoch klar geregelt sein, ob es sich um:

  • eine offene Aktion in Begleitung der Eltern
  • einen betreuten Programmpunkt
  • oder eine tatsächliche Kinderbetreuung mit übernommener Aufsicht

handelt.

Werden Kinder verbindlich betreut, müssen unter anderem Zuständigkeiten, Übergabe und Abholung, Notfallkontakte, Personal und Altersgruppen klar organisiert sein.

Kapazität und Warteschlangen planen

Nicht jede Attraktion kann beliebig viele Gäste gleichzeitig bedienen.

Vor der Buchung sollte deshalb geklärt werden:

  • Wie viele Personen können pro Stunde teilnehmen?
  • Wie lange dauert ein Durchlauf?
  • Wie groß ist die erwartete Nachfrage?
  • Wo kann eine Warteschlange entstehen?
  • Wer organisiert die Reihenfolge?
  • Kann das Angebot erweitert oder doppelt aufgebaut werden?

Besonders relevant ist das bei:

  • Karikaturzeichnern
  • Fotoboxen
  • 360-Grad-Videoboxen
  • Escape Games
  • Workshops
  • Kinderschminken
  • Showbarkeeping

Eine kleine Aktion kann große Aufmerksamkeit erzeugen. Ohne Kapazitätsplanung entstehen jedoch schnell Frust und lange Wartezeiten.

Technische Anforderungen frühzeitig klären

Künstler und Aktionsanbieter sollten ihre technischen Anforderungen rechtzeitig mitteilen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • benötigte Spielfläche
  • Raum- und Deckenhöhe
  • Stromanschlüsse
  • Ton- und Lichttechnik
  • Mikrofone und Zuspielmöglichkeiten
  • Aufbau- und Probezeiten
  • Umkleide- und Rückzugsräume
  • Lagermöglichkeiten
  • Wasseranschlüsse oder Kühlung
  • Absperrungen und Sicherheitsabstände

Eine einfache Formulierung wie „Wir brauchen nur etwas Musik und ein Mikrofon“ ist für die technische Planung häufig nicht ausreichend.

Idealerweise stellt der Anbieter einen aktuellen technischen Anforderungskatalog und einen konkreten Ansprechpartner zur Verfügung.

Programmpunkte richtig in den Ablauf einbauen

Eine gute Idee allein reicht noch nicht aus. Sie muss auch an der richtigen Stelle im Ablauf stehen.

Eine Feuershow bei hellem Tageslicht, ein Comedian während des Hauptgangs oder ein Quiz unmittelbar nach einem langen Vortrag können trotz guter Künstler schlecht funktionieren.

Bei der Planung sollte deshalb geklärt werden:

  • Wann sind möglichst viele Gäste anwesend?
  • Wann ist gemeinsame Aufmerksamkeit vorhanden?
  • Wie hoch ist die Energie und Aufnahmefähigkeit der Gäste?
  • Welche Programmpunkte finden davor und danach statt?
  • Wie viel Aufbau- und Umbauzeit wird benötigt?
  • Welche Fläche und Technik werden gebraucht?
  • Wie werden die Gäste zum Aktionsbereich geführt?
  • Gibt es einen Ersatzplan bei schlechtem Wetter?

Auch Übergänge sind wichtig. Gäste müssen wissen, wann und wo etwas stattfindet.

Ein Moderator, eine kurze Ansage, ein Lichtwechsel oder ein musikalischer Übergang können die Aufmerksamkeit gezielt auf den nächsten Programmpunkt lenken.

Freiwillige Teilnahme statt Zwang

Interaktive Aktionen funktionieren am besten, wenn Gäste freiwillig teilnehmen können.

Nicht jeder möchte:

  • auf eine Bühne gerufen werden
  • vor anderen tanzen oder singen
  • fotografiert werden
  • Teil eines Comedy-Auftritts sein
  • bei einem Spiel antreten

Gute Künstler und Moderatoren erkennen diese Grenzen und schaffen Beteiligung ohne Zwang.

Besonders bei Firmenveranstaltungen kann eine unfreiwillige Einbindung für einzelne Mitarbeiter sehr unangenehm sein.

Fotos, Videos und soziale Netzwerke

Besondere Programmpunkte können attraktive Motive für Fotos und Videos schaffen.

Das ist besonders interessant für:

  • Webseiten
  • Social-Media-Beiträge
  • Rückblicke
  • Aftermovies
  • Sponsorenberichte
  • Werbung für zukünftige Veranstaltungen

Trotzdem sollte eine Aktion nicht ausschließlich danach ausgewählt werden, ob sie möglichst auffällig auf einem Foto wirkt.

Entscheidend bleibt, dass die Gäste vor Ort tatsächlich ein gutes Erlebnis haben.

Bei Foto- und Videoaktionen müssen außerdem die Rechte der abgebildeten Personen, die geplante Veröffentlichung und der Umgang mit den Dateien geklärt werden.

Sicherheit und Verantwortung

Auch ein Unterhaltungsangebot ist Teil der gesamten Veranstaltung.

Deshalb sollten unter anderem geprüft werden:

  • Qualifikation und Erfahrung des Anbieters
  • Versicherungsschutz
  • technische Anforderungen
  • Sicherheitsabstände
  • Flucht- und Rettungswege
  • Brandschutz
  • Jugendschutz
  • Wetterabhängigkeit
  • notwendige Genehmigungen
  • Verantwortlichkeiten und Ansprechpartner

Referenzen und ansprechend gestaltete Werbevideos sind hilfreich, ersetzen aber keine Klärung der organisatorischen und sicherheitsrelevanten Rahmenbedingungen.

Einen Ersatzplan vorbereiten

Gerade bei wetterabhängigen Aktionen sollte eine Alternative vorhanden sein.

Mögliche Fragen sind:

  • Kann die Aktion bei Regen nach innen verlegt werden?
  • Was geschieht bei starkem Wind?
  • Kann ein Showact zeitlich verschoben werden?
  • Gibt es einen Ersatzprogrammpunkt?
  • Wer entscheidet über eine Absage?
  • Welche Kosten entstehen bei einem Ausfall?

Diese Punkte sollten nicht erst am Veranstaltungstag besprochen werden, sondern möglichst bereits im Vertrag oder in der Auftragsbestätigung geregelt sein.

Fazit: Ein passendes Highlight reicht häufig aus

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, eine Veranstaltung durch zusätzliche Aktionen und Programmpunkte aufzuwerten.

Dabei muss nicht jede Idee besonders groß oder spektakulär sein.

Eine gut platzierte Fotobox, ein Zauberer zwischen den Gästen, ein gemeinsames Quiz oder eine kleine Live-Besetzung können bereits einen großen Unterschied machen.

Entscheidend ist nicht die Anzahl der Programmpunkte, sondern deren Wirkung.

Die Idee sollte zur:

  • Zielgruppe
  • Location
  • Veranstaltungsart
  • verfügbaren Zeit
  • technischen Ausstattung
  • und zum Budget

passen.

Dann wird aus einem zusätzlichen Programmpunkt nicht nur eine kurze Ablenkung, sondern ein echter Teil der Veranstaltung, an den sich die Gäste später gerne erinnern.

Veranstaltung geplant?

Technik und Ablauf frühzeitig abstimmen

Wenn Sie eine Veranstaltung planen und Unterstützung bei Licht, Ton, Bühne oder Videotechnik benötigen, können wir die Anforderungen gerne gemeinsam durchgehen.

Veranstaltung unverbindlich anfragen